| Fugenproblem Kaphaltestellen
(Bern)
erstellt 25.6.2008
Neugebaute Tram-Kaphaltestelle Hirschengraben
Anfang 2008:
Fuge des Tramtrogs auf ganzer Länge
genau in der Velo-Fahrlinie:
Längsfuge wird bei Sonneneinstrahlung
sehr weich und ist auch im ebenen Zustand für Velos nur schwer befahrbar:
Neuere Fugendichtungen quellen teils auf.
Hier werden sie am Aussenradius durch
die Querkräfte extrem ausgequetscht:
Am Innenradius reissen sie und sinken ein:
Die Lösung sollte heissen: Fuge hinter
dem Randstein (im Bild die Lösung Schwanengasse), oder allenfalls
dicht vor die Perronkante:
Subject: TBW: Fugenproblem bei Kaphaltestellen?
Date: Wed, 25 Jun 2008 16:53:25 +0200
From: Thomas Schneeberger <beauftragter.fuer.velomassnahmen@provelobern.ch>
To: is@tbf.ch, Adrian.Guggisberg.TAB@BERN.CH
CC: Thomas.Ledergerber@BERNMOBIL.CH, Hans-Peter.Wyss@BERN.CH, Velofachstelle
Bern <roland.pfeiffer@bern.ch>, Sergio.Rizzoli@BERNMOBIL.CH, patric.schaedeli@bern.ch,
Geschäftsstelle <info@provelobern.ch>, Stefan Jordi <praesident@provelobern.ch>
Sehr geehrter Herr Isler
Sehr geehrter Herr Guggisberg
Sehr geehrte Herren
Zur Zeit werden für Tram Bern West zahlreiche neue Haltestellen
erstellt, bei welchen Velos zwischen Schiene und Perronkante durchfahren.
Mit der neu erstellten Haltestelle Hirschengraben Bern und dem
mittlerweilen warmen Wetter zeigt sich ein zusätzliches Velo-Problem
von
Kaphaltestellen mit neu schallgedämmt verlegten Schienen:
Die Fuge des Tramtrogs bzw. deren Dichtung wird oft längs der Fahrlinie
der Velos zwischen Schiene und Perronkante verlegt.
Das Fugenmaterial ist bei Sonneneinstrahlung sehr weich.
Je nach Velopneu resultiert eine unverhofft auftretende starke
Einschränkung der Lenkwirkung, eine sehr unangenehme und
aufmerkamkeitsbindende Befahrbarkeit und letzlich eine zusätzliche
Unfallgefahr.
Die Fuge ist manchmal wie eine dritte Schiene genau in jenem Bereich,
wo
die Velos fahren möchten.
Anders und für Velos sehr vorteilhaft gelöst wurde dieses
Problem an der
Schwanengasse, wo die Fuge HINTER die Perronkante gezogen wurde.
Alles finden Sie hier
http://www.provelobern.ch/docs/verkehr/Tramkap-Fugenproblem.htm
mit Bildern dokumentiert.
Die "Weichheit" ist natürlich nicht sichtbar, sondern ausschliesslich
spürbar für Velofahrende.
Die Fugen können sich auch senken und reissen.
Oder aber gefährlich und extrem aufquellen bzw. ausgequetscht
werden wie
zur Zeit beim Hirschengraben.
Letzteres ist eher ein zusätzliches Problem in Linkskurven oder
bei
neueren Fugen, wenn keine Busse das Material regelmässig wieder
plattwalzen.
Nun zur Sache: TRAM BERN WEST
Wir möchten darum bitten, dass diesem Fugen-Problem bei der Erstellung
der Haltestellen von TBW spezielle Beachtung geschenkt wird.
Nach den bisherigen Erfahrung müssen dieser Fugen dicht an die
Perronkante oder dahinter verlegt werden, und keinesfalls "in die Mitte"
in den vorzugsweise von Velos befahrenen Bereich zwischen Schiene
und
Perronkante.
Wir hoffen, dass Sie dies ebenso beurteilen und entsprechend handeln
können.
Bezüglich Hirschengraben sollten wir das Problem nächstens
separat
diskutieren; die Veloführung befriedigt dort aus mehreren Gründen
leider
gar nicht.
Mit freundlichen Grüssen
PRO VELO BERN
Thomas Schneeberger
Beauftragter für Velomassnahmen
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