An die Berner Medien
Redaktion Stadt Bern

Medienmitteilung vom 11. Dezember 2009             -> PDF-Version ohne Fussnoten
 

Strassentheater im Bremgartenwald

Ab dem 13. Dezember ist die Halenstrasse für den Autoverkehr gesperrt. Seit über 30 Jahren ist dies klar. Der Protest einer kleinen Gruppe gegen die Schliessung ist peinlich. Wer gegen den Rückbau ist, müsste für einen Ausbau sein und ihn auch finanzieren wollen. Pro Velo Bern freut sich, dass für den Veloverkehr endlich ein Unfallschwerpunkt wegfällt.

Erstaunlich, mit welcher Beharrlichkeit gewisse Kreise am Rückbaubeschluss für die Halenstrasse herumnörgeln. Auf dieses „Strassentheater“ kann Bern verzichten, denn dieser Zug ist vor mehr als 36 Jahren abgefahren.
Beim Autobahnbau durch den Wald vor bald 40 Jahren erreichte die Burgergemeinde die Zusage zur Aufhebung verschiedener Durchgangsstrassen, so auch der Halenstrasse.
Deshalb wurde die Brücke über die Autobahn viel zu schmal und ohne Trottoir gebaut.1) 1973 setzte die Kantonsregierung die Sperrung der Halenstrasse in Abhängigkeit zum Bau des Neufeldtunnels.2)  Nun ist es soweit.

Jeder Velofahrende weiss es, und die Unfall- und Radarstatistik beweist, dass die Halenstrasse ziemlich gefährlich war.3) Pro Velo Bern fordert die Schliessung für den Autoverkehr seit 20 Jahren. Wer nun gegen Schliessung oder Rückbau ist, müsste eine
Verbreiterung der Fahrbahn um mindestens drei Meter und einen Neubau der Brücke finanzieren wollen. Denn diese kümmerliche Einfallsachse ist einmalig und wird der massiv gewachsenen Belastung nicht gerecht - auf der Autobahnbrücke können zwei Lastwagen kaum kreuzen.
Der „Bremer“, die Erholungssuchenden, die Radwanderroute und die Velopendlerinnen und -pendler haben diese Entlastung verdient.

Weitere Auskunft:
- Stefan Jordi, Präsident, 079 693 36 80
- Thomas Schneeberger, Beauftragter für Velomassnahmen, 031 631 40 41
 

Weitere Infos zur Halenstrasse -> hier


1) Das heutige Trottoir ist ein angehängtes, bald 40jähriges Provisorium!
2) Regierungsratsbeschluss Nr. 832 vom 7.3.1973
3) Hohe und häufige Geschwindigkeitsexzesse, z.B. Juni 2004: 109 km/h statt 60, siehe auch http://www.provelobern.ch/docs/verkehr/halen.htm


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