Massive Probleme auf der Halenstrasse in Bern (1999-2009) Kurzfassung:

Im Juli 2001 haben wir der Stadt wegen der misslichen Situation auf der Halenstrasse einen Brief geschrieben.
Die Stadt hat positiv reagiert und Massnahmen in Aussicht gestellt und im Frühling 2002 teilweise ausgeführt.
Weitere Verbesserungen erfolgend nach einer Belagssanierung und Neumarkierung der Mittellinie 2005
Wir haben auf die ersten Massnahmen von 2001 verschiedenste Rückmeldungen zu diesen Massnahmen erhalten, gemischt positiv und negativ.
Wir haben die Massnahmen grundsätzlich begrüsst. Auch die Freigabe des Trottoirs für Velos (diese Idee stammt aber nicht von uns), allerdings sehen wir auch einige Probleme damit. Mehr dazu unten.


Seit einem Jahrzehnt fordern wir Verbesserungen auf der Halenstrasse bzw. deren Schliessung. Die Schliessung für Autos scheint ja immerhin mit der Zustimmung zum Neufeldtunnel in sichtbare "Nähe" gerückt (nach Eröffnung des Tunnels, 2007 ? ). Die nun getroffenen Massnahmen haben somit nur provisorischen Charakter, die Stadt will nicht mehr viel investieren.
Als erste Massnahme erreichten wir 1998 eine Temporeduktion von 80 auf 60. 
Im Brief schlugen wir weniger Sicherheitslinien vor, so dass Autos die Velos legaler überholen können. Die vielen Sicherheitslinien wurden auf ein paar Metern nun zu einseitig  überfahrbaren Doppellinien ergänzt, was den Autos ein bisschem mehr Ueberholraum gibt. Aber im unteren Teil wurden die alten Markierungen wie vor 1998 nicht wieder hergestellt.  Die Idee mit dem Freigeben des Trottoirs als Radweg kam nicht von uns, sondern von der Stadt. Wir haben diese Idee aber nicht bekämpft, sondern nur darauf hingewiesen, dass das Trottoir als "Kriechspur" bergwärts schlicht auf der falschen Strassenseite liegt und deshalb die Oeffnung für Velos das Problem des Gegenverkehrs hervorruft. 
Wie wir mehrfach erfahren haben, gibt es offenbar zusätzlich noch ungerechtfertigte Anpöbeleien und sogar Abdrängmanöver von Autofahrern, die das Gefühl haben, man solle gefälligst der vermeintlichen "Radweg" benützen. Aufgrund der Velosymbole wird auch nicht ganz klar, wo genau man das Trottoir benützen darf. 
Auf Anfrage erklärte die Stadt, dass Velos auf der ganzen Länge und in beiden Richtungen auf dem Trottoir geduldet würden, was wiederum aus den Velopiktogrammen nicht klar hervorgeht. 

Es besteht aber ausdrücklich keine Benützungspflicht, da es ein Trottoir und kein Radweg im Sinne des Gesetzes ist.
Die Stadt hielt es leider nicht für nötig, eine offizielle Medienmitteilung im Sinne einer "Gebrauchsanleitung" herauszugeben.
Auch unseren Tip, sowohl auf dem Trottoir als auch parallel dazu auf der Strasse je ein Velosymbol anzubringen, hat die Stadt vorerst ignoriert.
(Dafür gibt es seit Juni 2003 neue Senklöcher auf der Halenstrasse...)

Im Herbst 2003 fand wiederum eine Begehung statt. Die Stadt sicherte eine klarere Markierung zu, welche deutlich machen sollte, dass Velos nicht auf dem Trottoir fahren müssen (aber dürfen), sowie Anpassungen an der Sicherheitslinie.
Bis Juli 2004 war noch nichts ausgeführt.

Ziel bleibt nach wie vor eine möglichst rasche Schliessung der Halenstrasse für Autos


Die Tips der IG Velo Bern (erstellt ca. 2005, gültig bis 2009):

  • Das Trottoir sehr vorsichtig befahren. 
  • Fussgängerinnen und Fussgänger haben bedingungslosen Vortritt. Im Begegnungsfall Geschwindigkeit mässigen.
  • Abwärts soll vom Glasbrunnenparkplatz an bis zur Halenbrücke auf die Strasse gewechselt werden. (Das Tempo abwärts ist zu gross ist und es kann Velo-Gegenverkehr herrschen!
  • Aufwärts soll ebenfalls ab Glasbrunnenparkplatz bis in die Länggasse auf die Strasse gewechselt werden. 
  • So herrscht "im Prinzip" auf dem Trottoir nur Velo-Einbahnverkehr. Dennoch ist jederzeit mit möglichem Velo-Gegenverkehr zu rechnen!
  • Es besteht keine Benützungspflicht! Wenn Sie von Autofahrer(inne)n angefeindet werden, sagen Sie, dass Velos grundsätzlich auf die Strasse gehören oder dass Sie wegen Fussgängern nicht auf das Trottoir wollten. Und dass das Trottoir kein Radweg sei, sondern Velos darauf nur geduldet würden. 

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